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Videoclip zur Verhaftung Duvaliers

Jenny Schöberlein  (20.01.2011, 22.00 Uhr)

Gerardo Ducos, Karibik Researcher von Amnesty International, spricht aus Port-au-Prince über die Festnahme Jean-Claude Duvaliers, gegen den Ermittlungen wegen Wirtschaftskriminalität aufgenommen wurden.

Amnesty International übt weiterhin Druck auf die haitianischen Behörden aus, den früheren Diktator auch wegen mutmaßlicher Menschenrechtsverletzungen vor Gericht zu bringen, die während seiner Präsidentschaft begangen wurden.

Dazu unterstützt die Organisation frühere Opfer dabei, Beschwerden und Anklagen bei den Behörden einzureichen, sammelt Beweise, stellt vergangene Untersuchen zu Menschenrechtsverletzungen in Haiti zur Verfügung und macht beides öffentlich.




Haiti muss Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen gegen Jean-Claude Duvalier untersuchen

Jenny Schöberlein  (19.01.2011, 22.00 Uhr)

©Demotix/Jean Jacques Augustin

Nachdem Jean-Claude Duvalier in Port-au-Prince festgenommen wurde, hat Amnesty International die haitianischen Behörden dazu aufgefordert, mutmaßliche Menschenrechtsverletzungen zu untersuchen, denen sich der ehemalige Präsident, auch bekannt als „Baby Doc“, schuldig gemacht hat.

Jean-Claude Duvalier, der beschuldigt wird während seiner Herrschaft von 1971 bis 1986 für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen verantwortlich gewesen zu sein, wurde festgenommen, nachdem er am Dienstag den 18. Januar von der Polizei verhört wurde. Es ist noch unklar, welche Anklagepunkte gegen ihn erhoben werden.

„Die Festnahme ist ein Meilenstein und ein willkommener erster Schritt auf dem Weg einen Herrscher vor Gericht zu bringen, dessen Sicherheitsapparat weit verbreitete und systematische Menschenrechtsverletzungen, einschließlich Folter, willkürliche Verhaftungen und gewaltsames Verschwindenlassen, vollzog“, sagte Javier Zuñiga, Sonderberater von Amnesty International.

„Haiti muss in einem gründlichen, unabhängigen und fairen Verfahren gegen Jean-Claude Duvalier ermitteln, und gegen jeden, der mutmaßlich für solche Verbrechen verantwortlich ist, von denen einige Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleich kommen“.

Jean-Claude Duvalier ist am 16. Januar nach 25 Jahren des Exils in Frankreich nach Haiti zurück gekehrt. Er floh 1986 aus Haiti, nachdem ein Volksaufstand durch die frühere haitianische Armee und die als „tonton macoutes“ bekannte Miliz gewaltsam unterdrückt wurde.

Während den 15 Jahren seiner Macht (1971-1986) waren systematische Folter, außergerichtliche Hinrichtungen und gewaltsames Verschwindenlassen in ganz Haiti verbreitet.

Hunderte Menschen „verschwanden“ oder wurden außergerichtlich hingerichtet. Mitglieder der haitianischen Armee und der Miliz der „Freiwilligen der Nationalen Sicherheit“ – auch bekannt als „tonton macoutes“ – spielten eine Schlüsselrolle in der Unterdrückung von Demokratie- und Menschenrechtsaktivisten. Die „tonton macoutes“ wurden 1986, nachdem Jean-Claude Duvalier ins Exil gang, aufgelöst.

„Seit Jahrzehnten herrscht in Haiti ein Kreislauf der Straflosigkeit vor, in dem Opfer von Missbrauch und deren Familien schon viel zu lange Gerechtigkeit verweigert wird – jetzt ist die Chance für Gerechtigkeit, Wahrheit und Wiedergutmachung gekommen“, sagte Javier Zuñiga.

Pressemitteilung. 17. Januar 2011: Baby Doc muss sich den Vorwürfen gegen Menschenrechtsverletzungen in Haiti stellen

Amnesty International hat heute die haitianischen Behörden aufgefordert, den ehemaligen Präsidenten Jean-Claude Duvalier - auch bekannt unter dem Namen 'Baby Doc' - zur Verantwortung zu ziehen wegen Menschenrechtsverletzungen unter seinem Regime während der 1970er und 1980er Jahre.

“Die weit verbreiteten und systematischen Menschenrechtsverletzungen, die in Haiti unter Duvaliers Herrschaft begangen wurden, kommen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleich. Haiti steht unter der Verpflichtung ihn und jeden, der für solche Verbrechen verantwortlich ist, strafrechtlich zu verfolgen“, sagt Javier Zuñiga, der Special Advisor bei Amnesty International.

Jean-Claude Duvalier kehrte am 16. Januar nach 25 Jahren des Exils in Frankreich nach Haiti zurück. Er war 1986 aus Haiti geflohen nach einem Aufstand, der gewaltsam von der früheren haitianischen Armee und der lokalen Miliz, die unter dem Namen ‚tonton macoutes’ bekannt war, unterdrückt wurde.

Während der 15 Jahre seiner Herrschaft (1971-1986) waren systematische Folter und anderer Missbrauch weit verbreitet in ganz Haiti.

Hunderte Menschen „verschwanden“ oder wurden exekutiert. Mitglieder der haitianischen Armee und der Milice de Volontaires de la Sécurité Nationale MVSN (‚Nationale Sicherheitsmiliz aus Freiwilligen) – den ‚tonton macoutes’ – spielten eine gewichtige Rolle bei der Unterdrückung von Aktivisten der Demokratie- und der Menschenrechtsbewegung. Die ‚tonton macoutes’ wurden aufgelöst, nachdem Jean-Claude 1986 ins Exil gegangen war.

„Die haitianischen Behörden müssen die Spirale der Straflosigkeit durchbrechen, die für Jahrzehnte in Haiti vorgeherrscht hat“, so Javier Zuñiga. „Wenn sie darin versagen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, wird dies nur zu weiteren Menschenrechtsverletzungen führen."

Zum Text der offiziellen englischsprachigen Meldung



Videoblog aus Haiti's Camps

Jenny Schöberlein  (17.01.2011, 21.00 Uhr)

Im Blog von Amnesty International, berichtet Gerardo Ducos, Amnesty Researcher für Haiti, von den katastrophalen Lebensbedingungen in den Camps. In einem Video aus Cité Soleil, einem Armenviertel von Port-au-Prince, berichtet Gerardo Ducos über die inadäquaten Santitäreinrichtungen, die mangelhafte Trinkwasserversorgung und den Verlust von Vertrauen in die haitianische Regierung.




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