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3 Jahre nach dem Erdbeben ist die Wohnsituation in Haiti katastophal

Jenny Schöberlein  (11.01.2013, 10.00 Uhr)

Drei Jahre nach dem Erdbeben in Haiti ist die Wohnsituation im Land nach wie vor katastrophal. Hundert tausende Menschen lebten noch immer in unsicheren Notunterkünften, sagte Amnesty International heute und rief die haitianischen Behörden sowie die internationale Gemeinschaft dazu auf, eine Verbesserung der Wohnsituation zur Priorität zu machen.

Die englische Originalversion der Nachricht Haiti: Three years on from earthquake housing situation catastrophic findet Ihr auf der internationalen Homepage von Amnesty International




Eilaktion: Anwälte werden bedroht und eingeschüchtert

Jenny Schöberlein  (05.10.2012, 10.00 Uhr)

Drei haitianische Anwälte berichten von zunehmenden Drohungen und Einschüchterungen in den letzten Monaten. Sie vermuten, dass der Grund hierfür ihr politischer Aktivismus sowie ihre Kritik an der haitianischen Regierung ist.

Am 28. September berichtete der ehemalige Generalstaatsanwalt von Port-au-Prince, Jean Renel Sénatus, in einem Radiointerview von seiner Entlassung durch das Justizministerium. Der Grund hierfür sei, dass er sich geweigert habe eine ministerielle Anordnung umzusetzen, nach der 36 politische Oppositionelle hätten festgenommen werden sollen. Das Justizministerium bestreitet eine solche Order erteilt zu haben.

Unter den 36 politischen Oppositionellen seien auch die Anwälte Mario Joseph, Newton St-Juste and André Michel.

Mario Joseph, Leiter des Anwaltsbüros Bureau des Avocats Internationaux , ist ein bekannter Menschenrechtsanwalt, der unter anderem an Fällen gegen den ehemaligen Diktator Jean-Claude Duvalier, Beschwerden gegen die UN sowie an Fällen von Zwangsräumungen arbeitet. Newton St-Juste und André Michel, haben kürzlich Beschwerde wegen Korruption und Veruntreuung öffentlicher Gelder gegen die Frau und den Sohn des haitianischen Präsidenten eingereicht.

Alle Drei berichten, dass sie während der letzten Monate wiederholt Morddrohungen per Telefon erhalten haben sowie Einschüchterungen durch Unbekannte und die Polizei ausgesetzt sind.

Amnesty International startete gestern eine Eilaktion in der Sache und fordert die haitianischen Behörden auf, die Vorwürfe von Drohungen und Einschüchterungen umgehend und unabhängig zu untersuchen und die Anwälte angemessen zu schützen.

Eine englische sowie eine französischeVersion der Eilaktion mit Adressaten und Forderungen steht zum Herunterladen in unserem Downloadbereich bereit.

Vielen Dank für Euer Engagement!




Jean Dominique: 12 Jahre Straflosigkeit

Julia Borst  (04.04.2012, 15.52 Uhr)

Vor 12 Jahren wurde eine Stimme, die sich für Gerechtigkeit in Haiti einsetzte, zum Schweigen gebracht. Am 3. April 2000 wurde Jean Léopold Dominique, Journalist und geschäftsführender Direktor von Radio Haiti Inter, im Hof des Senders erschossen. Jean-Claude Louissaint, der Wachmann des Senders, starb ebenfalls bei dem Angriff.

Die Morde sorgten in Haiti für Bestürzung, insbesondere, da Jean Dominique ein angesehene Person der Öffentlichkeit war, der sich über vier Jahrzehnte offen für Demokratie, Verantwortung und soziale Gerechtigkeit in Haiti ausgesprochen hat. Der Mord an ihm war ein herber Rückschlag für die Meinungsfreiheit und ist bis heute ein Symbol für die herrschende Straflosigkeit.

Während der letzten 12 Jahre haben neun Untersuchungsrichter an dem Fall gearbeitet, ohne dass Licht ins Dunkel der Morde gekommen wäre. Amnesty International ruft deshalb ein weiteres Mal die haitianischen Behörden dazu auf, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die Untersuchungen zu einer Identifizierung der Verantwortlichen - sowohl jener, die die Tat geplant, als auch jener, die die Tat ausgeführt haben - führt und dass sie alle rechtlich zur Verantwortung gezogen werden.

Da das haitianische Justizsystem mit schweren Menschenrechtsverletzungen der Vergangenheit konfrontiert ist, muss die haitianische Regierung ein klares Signal setzen, dass anzeigt, dass sie effektiv und kompromisslos gegen Straflosigkeit vorgehen wird. Die Regierung muss sich außerdem dafür einsetzen, dass dem verantwortlichen Untersuchungsrichter alle notwendigen Mittel zur Verfügung stehen, um seine Aufgabe zu erfüllen, so dass sich 2012 der Tag, an dem Jean Dominiques Mörder ohne Strafe davongekommen sind, das letzte Mal jährt.

Der vollständige Originaltext der Meldung findet sich hier.




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