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Die Geister des Duvalierismus versuchen erneut die „Wahrheit zu töten“

Jenny Schöberlein  (23.09.2011, 20.15 Uhr)

Jean-Claude Duvaliers Anwälte und ein Duzend seiner Anhänger versuchten Amnesty International und haitianische Journalisten, während der Präsentation des Berichts der Organisation „You cannot kill the truth: The case against Jean-Claude Duvalier“ am 22. September in Port-au-Prince, zum Schweigen zu bringen.

Die Pressekonferenz, die Amnesty International organisiert hatte, wurde mehrfach unterbrochen und fand in einer angespannten Atmosphäre statt, in der Duvaliers Anhänger sich weigerten, in einen konstruktiven Dialog mit den Delegierten der Organisation zu treten, nachdem die Veranstaltung beendet war.

Die anwesenden Journalisten wurden daran gehindert, ihre Arbeit angemessen zu verrichten und die Opfer Duvaliers, die anwesend waren, wurden von den Anhängern des ehemaligen Diktators eingeschüchtert und belästigt; die meisten fühlten sich aus Angst um ihre Sicherheit gezwungen die Pressekonferenz zu verlassen.

Amnesty International bedauert die Vorkommnisse, die die Organisation als Angriff auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit betrachtet. Diese Art von Druck und Einschüchterung, denen sich Opfer und Justizbeamte seit dem Beginn der strafrechtlichen Untersuchung gegen Jean-Claude Duvalier ausgesetzt sehen, ist gänzlich unakzeptabel.

Amnesty International ruft die Unterstützer Jean-Claude Duvaliers sowie diejenigen, die ihn angeblich vertreten, dazu auf, die Rechte derjenigen zu wahren, die Gerechtigkeit und ein Ende der Straflosigkeit in Haiti fordern.

Amnesty International hat während des gesamten Duvalier Regimes Menschenrechtsverletzungen verurteilt und wird dies weiterhin tun, bis den Opfern Gerechtigkeit und Reparationen gewährt werden. Die Organisation erinnert die haitianische Regierung an ihre völkerrechtliche Verpflichtung, die Vorwürfe der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die in Haiti unter Jean-Claude Duvalier begangen wurden, ernsthaft zu untersuchen und die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen.




Eilaktion: Migranten zusammengetrieben und deportiert

Julia Borst  (22.09.2011, 10.04 Uhr)

Mindestens 80 haitianische Migranten wurden in der Dominikanischen Republik zusammengetrieben und willkürlich aus dem Land ausgewiesen. Andere haitianische Migranten sind dem Risiko ausgesetzt willkürlich ausgewiesen zu werden.

Genauere Informationen finden Sie auf der Homepage der Ländergruppe Dominikanische Republik



Eilaktion: 200 Familien von Zwangsräumung bedroht

Julia Borst  (15.09.2011, 11.04 Uhr)

200 Familien werden von einer Räumung aus ihrem provisorischen Camp in Port-au-Prince bedroht. Amnesty International ist besorgt, dass ihnen jederzeit eine Zwangsräumung bevorstehen könnte, ohne dass ihnen alternativer Wohnraum zur Verfügung gestellt wird.

Zum englischsprachigen Originaltext der Eilaktion.

Bitte senden Sie Ihre Appelle vor dem 21. Oktober 2011.

Eine deutsche Übersetzung der Eilaktion sowie eine Briefvorlage werden im Laufe der nächsten Woche zur Verfügung stehen



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